Front des Vosges 14-18

Gedenktourismus 14-18, VOGESEN FRONT

Front des Vosges 14-18
Front des Vosges 14-18

KÄMPFE AM VIEIL ARMAND

Front des Vosges 14-18

Der Wiederbeginn der Kämpfe (1915)

Während sich die deutschen Truppen in der Defensive halten, richten sich auf französischer Seite alle Anweisungen auf eine Offensive in Richtung Mulhouse, mit einer ganz besonderen Mission: den Eisenbahnverkehr zwischen Mulhouse und Colmar durch Artillerie und lokale Überraschungsangriffe stören. Der Hartmannswillerkopf spielt bei diesem Vorhaben als Beobachtungsposten und Ausgangspunkt eine bedeutende Rolle.

Die große französische Offensive vom 21. Dezember 1915

Nach der endgültigen Niederlage am Fluss Fecht und dem Scheitern der deutschen Angriffe auf den Hartmannswillerkopf am 09. September und 15. Oktober richtet sich das französische Bemühen erneut auf den Vieil Armand. Der Gipfel wird von den Franzosen am 15. Oktober zurückerobert,jedoch plant der General Dubail eine komplette Befreiung des Massivs und ein Vordringen in Richtung Wattweiler und Cernay als erster Schritt einer großen Offensive gen Mulhouse. Bedeutende Mittel – zwei Infanteriebrigaden (d. h. 16 Bataillone) und 239 Artilleriewaffen (65 bis 370 mm) – sind für den Angriff, der am 21. Dezember 1915 auf einer breiten Front beginnt, vorgesehen. Am Abend sind alle Ziele erreicht, aber der Erfolg kann aufgrund mangelnder Reserven nicht ausgenutzt werden. Der schnelle deutsche Gegenangriff ermöglicht den Truppen bereits am folgenden Tag, das verlorene Gebiet zurückzuerobern. Die Kämpfe gehen bis zum 08. Januar 1916 unerbittlich weiter – mit über 7 000 Toten und Verletzten auf beiden Seiten und ohne Ergebnis, da die Front ihren ursprünglichen Verlauf zurückerhält und sich bis November 1918 nicht mehr bewegt.











Die relative Ruhe danach (1916-1918)

Bis 1918werden am Hartmannswillerkopfkeine großen Angriffe mehr geführt. Stattdessen kommt es zu Artillerieduellen, Patrouillen und lokal begrenzten Überraschungsangriffen, um die Zahl der Kriegsgefangenen zu erhöhen. Am 15. November 1918, vier Tage nach dem Waffenstillstand, verlässt die Nachhut desdeutschen Landwehr-Infanterieregiments 124 endgültig den VieilArmand.

Eine traurige Bilanz

Am 04. November 1918 wird bei einem Patrouillengang der letzte Tote amHartmannswillerkopf verzeichnet, ein deutscher Soldat des Landwehr-Infanterieregiments 124. Die Verluste der gesamten Kämpfe werden auf französischer Seite auf 14 500 Männer geschätzt, darunter 4 500 Tote und 10 000 Verletzte. Die deutschen Verluste belaufen sich auf schätzungsweise 12 000 Tote und Verletzte, was für beide Seiten insgesamt rund 10 000 Tote und 20 000 Verletzte bedeutet, unter Berücksichtigung der Todesfälle in den Ambulanzen und Krankenhäusern.